Was mich antreibt

Sexueller Missbrauch wird oft noch als Tat eines bösen Mannes erwartet, bzw. vom Fremden, der plötzlich aus dem Gebüsch springt.  Solange eine solche Tat als Zufallstat angesehen wird, muss sich niemand hinterfragen, der/die im System des Opfers agiert. Leider ist diese Ansicht fernab der Realität. Die wenigsten Taten finden zufällig statt. Die wenigsten Opfer sind zufällig Opfer geworden. Sexueller Missbrauch ist selten eine einmalige Tat, sondern es finden viele Taten über einen oft sehr langen Zeitraum statt. Täter und Täterinnen befinden sich überall. Man sieht es ihnen nicht an. Im Gegenteil, oft sind sie sozial integriert und gesellschaftlich unauffällig.
 
 Natürlich ist der Täter/die Täterin verantwortlich für die Tat. Er/Sie ist der/die Einzige, der/die die Schuld trägt. Wird sexueller Missbrauch bekannt und konkret, gibt es häufig einen Aufschrei in der Gesellschaft: Wie konnte das passieren? Warum hat niemand etwas bemerkt? Warum hat das Kind nichts gesagt?
 
 Bei diesen Fragen muss immer in Betracht gezogen werden, ob es sich nur um einen Ausdruck des Entsetzens handelt oder ob ein wirkliches Interesse daran besteht diesen Fragen nachzugehen. Auch wenn es zunächst unwahrscheinlich erscheint: es sind Fragen, die ganz real zu beantworten sind! Sie müssen nur umformuliert werden, z.B.:
 Was in diesem System (Sportverein, Gemeinde etc.) hat dazu beigetragen, dass Täter/Täterin und Opfer alleine sein konnten und lässt sich dieses vermeiden?
 Was in diesem System hat dazu beigetragen, dass sich das Opfer nicht einem/einer anderen Erwachsenen anvertraut hat und was kann man dagegen tun?
 Wie sind die Hierarchien in unserem System und welche sollten verändert werden?
 Wird Macht in unserem System positiv genutzt oder wird Macht mit Angstmachen gleichgesetzt?
 uvm.
 
 Das bedeutet in jeder System, in jedem Verein, in jeder Familie, in jeder Einrichtung, in jeder Institution muss hinterfragt werden: Was tragen wir als System dazu bei, dass Missbrauch stattfinden kann. Dabei geht es nicht um Schuld! Schuld trägt der Täter/die Täterin. Es geht darum sich selbst und das eigene System zu sensibilisieren, blinde Flecken zu erkennen und das eigene Handeln zu hinterfragen.
 
 Ein weiteres Thema, was mir immer mal wieder begegnet, sind Vorurteile gegenüber Opfern/Betroffenen. Die traumatischen Erfahrungen werden jedes Opfer sein Leben lang begleiten. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Betroffene nicht am "normalen" Leben teilnehmen. Es gibt Betroffene, die so schwer unter ihrem Trauma leiden, dass ihnen ein gewöhnlicher Arbeitsalltag nicht möglich ist oder die ihren Alltag nicht allein bewältigen können. Aber es gibt sehr viele Betroffene, die einem ganz gewöhnlichen Alltag nachgehen, die einen Beruf und Familie haben. Betroffene sind überall. In jeder Gruppe, überall wo Menschen sind. Sie kennen sicher viele Opfer. Sie wissen nur nicht, dass es sich um Betroffene handelt. Ich möchte gerne aufklären über Opfermythen, aber auch darüber was Betroffene tatsächlich beschäftigt bzw. beschäftigen kann. 
Mit meiner Arbeit möchte ich Menschen die Angst vor der Beschäftigung mit sexuellem Missbrauch nehmen. Ich will, dass sie den Mut bekommen, Unsicherheiten und Mythen zu überwinden.
 
 Ich möchte durch mein Angebot Menschen bei der Beschaffung vom Informationen und Hintergründen über sexuellen Missbrauch unterstützen. Sie sollen Mechanismen während eines sexuellen Missbrauchs besser verstehen und Klarheit über die Wirkungsweisen innerhalb der Systeme und bei den Opfern gewinnen.


Diese Themen biete ich an

  • Grundkenntnisse sexueller Missbrauch
  • sexueller Missbrauch an Kinder, Jugendlichen und Schutzbefohlenen in unterschiedlichen Systemen
  • Sensibilisierung der Gesellschaft über sexuellen Missbrauch und seinen Auswirkungen
  • Erklärungen zu gesellschaftliche Mythen über Opfer, Täter/Täterinnen und Umstände des  sexuellen Missbrauchs
  • Relativierung von Opferbeschuldigungen
  • Funktionalität der Systeme und dessen Auswirkung auf mögliche oder geschehene Missbrauchstaten
  • Erweiterung des Blickfeldes der Interessierten bzgl. der Einordnung des sexuellen Missbrauchs im Leben eines/einer Betroffenen


Sie haben weitere Themen in Bereich sexuellen Missbrauch, die Sie interessieren? Fragen Sie gerne!


Ich erstelle gerne Angebote für folgende Zielgruppen:

  • Interessierte aus allen Bereichen
  • Elternabende von Schulen, Kindergärten, Vereinen
  • Informationen für einzelne Teams oder ganze Belegschaften von Einrichtungen
  • Informationen für Einzelpersonen
  • Veranstaltungen für Ehrenamtliche


Sie finden sich in der Aufzählung nicht wieder? Nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf!


Die Themen bereite ich je nach Ihrem Bedarf auf in Form von:

  • Workshops
  • Vorträge
  • Gruppengespräche
  • Diskussionsrunden

Aktuelle Aktionen, Projekte und Bekanntmachungen

Spendenlauf gegen sexuellen Missbrauch und für Organspende 

Wir haben uns zusammengeschlossen und möchten auf zwei wichtige Themen aufmerksam machen.
 
Wann: 01.06.2020 bis 06.06.2020 Wo: Virtuell – jeder hat seinen eigenen Veranstaltungsort Wie kann ich teilnehmen: ANMELDEN per Mail: kleineSchrittegegenMissbrauch@gmail.com oder Tel.: 0170 5412243 Wie funktioniert es: App downloaden, los laufen, posten und/oder per Mail an o.g. Adresse

Was wir vorhaben? Ganz nach unserem Slogan „Im Leben schlägt unser Herz gegen den Missbrauch. Im Tod für einen anderen Menschen, damit er leben darf.“ führen wir alle in unserer Freizeit einen Kampf gegen sexuellen Missbrauch und sexuelle Gewalt. Uns ist es wichtig dieses Thema in die Köpfe der Gesellschaft zu transportieren und aufmerksam zu machen. Auch möchten wir immer wieder Seitenblicke wagen und auf andere Themen aufmerksam machen.

Am 06.06. ist Tag der Organspende. Im April war ein Organspendelauf geplant, der nun aufgrund der Corona-Pandemie zu einem virtuellen Organspendelauf vom 01. bis zum 06.06. umorganisiert wurde. Das hat uns alle interessiert. Wir werden bei unseren Läufen die Organspendelaufshirts tragen, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Wir wollten es aber nicht dabei belassen.

Wir suchen weitere LäuferInnen. Bitte meldet Euch unbedingt, zeitnah, am liebsten per Mail, unter u.g. Kontaktdaten an. 

Wir haben auch über ein Startgeld nachgedacht. Damit wir niemanden ausschließen, gibt es nur ein freiwilliges Startgeld.

Wir suchen Sponsoren, die uns unterstützen, Spendengelder zu sammeln. Wie hoch die Spende sein soll, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Es kann einfach ein fester Betrag sein, dafür dass wir laufen oder auch ein Betrag nach Kilometern. Wir sind für alle Modelle offen. Macht uns gerne Vorschläge.

Die Spenden gehen zu 50% an Organtransplantierte Ostfriesland e.V. und zu 50% an das Projekt „Laufend Licht ins Dunkel bringen“, dessen Erträge an Dunkelziffer e.V. gehen, einem Verein gegen sexuellen Missbrauch.

Wer wir sind? André Schmidt: Gründer des Projekts „Laufend Licht ins Dunkel bringen“. Er läuft schon einige Zeit im Kampf gegen sexuellen Missbrauch zu Gunsten von „Dunkelziffer e.V.
Infos unter Facebook https://www.facebook.com/andre.schmidt.98622733
Web  https://www.laufend-helfen-einfach-gutes-tun.de

Patrick Dambrowske: Hobbyfotograf und Betreiber der Facebookseite Paddy picture und Unterstützer von „Kleine Schritte gegen sexuellen Missbrauch“.
Facebook https://www.facebook.com/Paddy_picture-105196077813908/

Sara Krüger: Betroffene des sexuellen Missbrauchs und Betreiberin der Seite „Kleine Schritte gegen sexuellen Missbrauch“.
Facebook https://www.facebook.com/KleineSchrittegegensexuellenMissbrauch/ Web  https://www.kleine-schritte-gegen-sexuellen-missbrauch.de/


Wir freuen uns auf viele Interessierte, SponsorInnen und MitläuferInnen. Wir freuen uns Eure / Ihre Rückmeldungen.

Kontaktmöglichkeiten Per Mail: kleineSchrittegegenMissbrauch@gmail.com
Tel.: 0170 5412243

Sponsorenkonto: https://paypal.me/pools/c/8oJQiOj8gD
 
Herzliche Grüße 
 
 
André, Patrick und Sara 
 
 

Flyer zum Downloaden und verbreiten: Flyer Spendenlauf 01.-06.06.2020